Trage für jede Belastungsstufe die Leistung (W) und den Laktatwert (mmol/L) ein — diese beiden Felder sind Pflicht. Herzfrequenz (HF) und RPE (0–10) sind optional, aktivieren aber zusätzliche Diagramme. Mit Tab springst du in der gleichen Spalte zur nächsten Zeile.
💡 Kein eigener Test? Klicke auf «Beispiel laden (inkl. HF & RPE)» für einen realistischen Musterdatensatz, oder auf «📋 Validierungsbeispiel laden» für den publizierten Referenzdatensatz.
② Analysieren
Klicke auf «Analysieren» — egal ob du eigene Daten eingetragen oder ein Beispiel geladen hast. Das Tool berechnet automatisch LT1 (Baseline +0,3 mmol/L) und LT2 (D-max-Methode) sowie LT1 und LT2 aus der Log-log-Kurve. Alle Diagramme und Trainingszonen werden sofort angezeigt.
③ Zonen kalibrieren
Gib im Abschnitt «Rouvy-Zonenkalibrierung» ein, wie lange du deine LT2-Leistung halten könntest (TTE in Minuten), um eine korrigierte FTP zu berechnen. Wähle dann ein Zonenmodell (Rouvy/Coggan, Seiler, Coggan 5-Zonen oder Norwegisch).
④ Ergebnisse nutzen
Lade die Trainingsempfehlungen als PDF herunter, exportiere die Literatur als .ris für deinen Literaturmanager, oder scrolle durch die Diagramme — Laktatkurve, Log-log, Herzfrequenz, RPE und mehr. Alle Diagramme sind einzeln als PNG exportierbar.
Stufendaten
Stufe
Leistung (W) *
Laktat (mmol/L) *
HF (bpm)
RPE (0–10)
Verschieben ab Zeile:
Trainingsmodelle — polarisiert & norwegisch
Wissenschaftlicher Hintergrund — Laktat, FatMax, Talk Test & Evidenz
Schwellenwerte
Rouvy-Zonenkalibrierung
Die FTP ist definiert als die Leistung, die über ca. 60 Minuten aufrechterhalten werden kann. Bei gut trainierten Athleten gilt FTP ≈ LT2, aber Freizeitsportler können ihre LT2-Leistung nicht eine volle Stunde halten. Gib deine beste Schätzung ein — das Tool berechnet eine korrigierte FTP anhand der Kraft-Dauer-Beziehung (FTP = LT2 × (TTE / 60)0.07; nach Coggan & Allen, 2010).
→ Korrigierte FTP:—
Literaturrichtwerte: Elite ~55–70 min · Trainierte Freizeitsportler ~35–50 min · Einsteiger ~15–30 min.
Diagramme
Warum LT1 die Z2-Obergrenze verankert — und nicht 75 % der FTP (Meixner et al., 2025).
Eine kontrollierte Laborstudie an 50 Radfahrern verglich neun verschiedene Zone-2-Marker (HFmax-Prozentsätze, Blutlaktat-Fixwerte, VT1, FatMax u.a.) hinsichtlich ihrer interindividuellen Variabilität. Die Variationskoeffizienten für die Wattwerte lagen zwischen 6 % und 29 % — feste Prozentsätze der HFmax (HR72 %, HR82 %) und fixe Laktatwerte (z.B. 2 mmol/L) zeigten die grösste individuelle Streuung. VT1 (≈ LT1) und BLamin+0.5 (Baseline + 0,5 mmol/L) wiesen die engste gegenseitige Übereinstimmung auf (Bland-Altman-Bias −0,7 W, LoA ±37 W) und gelten als die physiologisch validesten Marker für die Z2-Obergrenze.
Dieses Tool verankert Z2 direkt an deinem gemessenen LT1 — statt am Bevölkerungsdurchschnitt von 75 % der FTP. Das ist nicht nur eine methodische Entscheidung, sondern durch aktuelle Evidenz gestützt.
FTP, Critical Power und MLSS — Begriffsklärung.
FTP (Functional Threshold Power) und Critical Power (CP) zielen auf dieselbe physiologische Grenze ab — den maximalen Laktat-Steady-State (MLSS) — sind aber nicht identisch. CP wird aus mehreren Erschöpfungstests berechnet und liegt typischerweise leicht oberhalb der FTP (~5–10 W bei trainierten Radfahrern; Karsten et al., 2021). Die FTP wird operationell häufig als 95 % der 20-Minuten-Bestleistung geschätzt. Die ungefähre Hierarchie lautet: CP ≥ FTP ≥ MLSS ≈ LT2 — wobei die Unterschiede bei gut trainierten Athleten gering, bei Freizeitsportlern aber bedeutsam sein können.
Wichtiger Vorbehalt zur LT2-Genauigkeit (Valenzuela et al., 2021, Front. Physiol.).
Die D-max-Methode (Polynomfit) zeigt auf Gruppenebene eine gute Übereinstimmung mit der Critical Power (mittlere Abweichung ~0,5 W, Hedges' g = 0,01), jedoch mit breiten individuellen Schwankungen (±52 W Übereinstimmungsgrenzen). Das bedeutet: Bei einem einzelnen Athleten kann die gemessene LT2 von der tatsächlichen CP um bis zu 50 W oder mehr abweichen — ohne dass eine der Messungen „falsch" wäre. Die berechneten Zonen sollten daher als physiologisch fundierter Ausgangspunkt betrachtet und anhand von Trainingswahrnehmung, Herzfrequenzverlauf und Leistungsdaten individuell angepasst werden.
Zonenmodell
Trainingsempfehlungen
Entwickelt mit Claude (Anthropic) als KI-gestütztem Coding-Assistenten. Wissenschaftliche Inhalte, Methodik und Literaturauswahl liegen in der fachlichen Verantwortung des Autors. Alle 54 Referenzen wurden individuell auf DOI-Korrektheit und bibliografische Genauigkeit überprüft.