So funktioniert die Tafel

  • Buchstaben: Tippen – oder mit dem Finger auf die richtige Taste rutschen und dort loslassen. Gewählt wird die Taste unter dem Finger beim Loslassen. Ein Fehlgriff lässt sich so noch korrigieren.
  • Wortvorschläge: Über den Reitern erscheinen passende Wörter, der getippte Teil fett. Ein Tipp setzt das Wort ein. Nach einem Wort werden wahrscheinliche Folgewörter angeboten. Finden sich kaum passende Wörter, erscheinen gestrichelt umrandete Wörter mit ähnlicher Schreibweise – etwa wenn eine Nachbartaste getroffen wurde oder «a» statt «ä» getippt ist. Die Tafel merkt sich gesprochene Sätze und schlägt eigene Wörter und Namen mit der Zeit zuerst vor.
  • Satzvorschläge (Zeile darunter, mit »): Sobald der Anfang zu einem bekannten Satz passt – zuletzt Gesagtes, eigene Sätze, häufige Alltagssätze –, wird der ganze Satz angeboten. Ein Tipp setzt ihn ein; gesprochen wird erst mit «Sprechen».
  • Sätze: Fertige Sätze nach Themen. Sie lassen sich in den Einstellungen anpassen – Namen der Angehörigen, Gewohnheiten, Lieblingssendung.
  • Sprechen: Liest den Text mit einer Stimme des Geräts vor. Zeigen: Zeigt den Text bildschirmfüllend; «Umdrehen» für das Gegenüber am Tisch.
  • Nur zeigen (Knopf rechts): Ein getippter Buchstabe wird nur gross angezeigt, nicht geschrieben. Das ist die Buchstabenhilfe beim Sprechen: Die Person zeigt den ersten Buchstaben jedes Wortes, während sie es spricht. Das Gegenüber kann die Wortwahl eingrenzen, und das Sprechtempo sinkt – beides macht undeutliche Sprache deutlich besser verständlich.
  • Ja / Nein rechts: spricht sofort, ohne den geschriebenen Text zu verändern.
  • Fragen (Reiter): Wenn Tippen zu mühsam ist. Zuerst wählt die Person das Thema auf einer Tafel mit neun grossen Feldern (Körper, Ich brauche etwas, Unternehmen, Physiotherapie, Menschen, Gespräch, Zimmer, Frage, Buchstabieren). Dann stellt die Tafel Fragen – «Haben Sie Schmerzen?», «Im Rücken?», «Sind die Schmerzen stark?» (in den Einstellungen auch in Du-Form) – und die Person antwortet, indem sie die linke Hälfte (Ja) oder die rechte Hälfte (Nein) des Bildschirms berührt. Links heisst immer Ja, rechts immer Nein. Innerhalb eines Themas wird zuerst gefragt, was die Person bisher am häufigsten gewählt hat. Am Ende steht ein ganzer Satz, der gesprochen wird. Passt nichts, lässt sich mit denselben zwei Feldern buchstabieren: Die Buchstaben werden in zwei Gruppen gezeigt, die Person wählt die Gruppe mit ihrem Buchstaben, bis er feststeht; passende Wörter werden zwischendurch als Frage angeboten. «Zurück» nimmt die letzte Antwort zurück. Auch mit den Pfeiltasten oder zwei Tastern (Leertaste = Ja, Eingabe = Nein) bedienbar; in den Einstellungen gibt es einen Blinkmodus für einen einzelnen Taster.
  • Löschen: «Alles löschen» und «Verlauf löschen» brauchen einen zweiten Tipp.

Für das Gegenüber

  • Ruhe: Fernseher und Radio aus. Nur eine Person spricht.
  • Auf Augenhöhe: Bei PSP fällt der Blick nach unten schwer. Das Tablet erhöht und geneigt aufstellen (Ständer), nicht flach auf den Tisch legen.
  • Zeit lassen: Nicht unterbrechen, Sätze nicht zu Ende sprechen, Pausen aushalten. Das Tippen dauert – das ist in Ordnung.
  • Geschlossene Fragen: «Geht es um heute?» statt «Worum geht es?». Dann die Ja/Nein-Tafel.
  • Thema zuerst: Zuerst die Kategorie klären (Körper? Essen? Familie? Termin?), dann das Detail.
  • Zurückspiegeln: «Habe ich richtig verstanden: …?» Erst nach dem Ja weiterreden.
  • Ein halbes Wort reicht oft. Nachfragen statt raten, und nicht so tun, als hätte man verstanden.

Bedienung anpassen (Zahnrad rechts unten)

  • Mindest-Druckdauer: Kurze Berührungen – Zittern, Streifen – werden ignoriert.
  • Sperre nach Tastendruck: Verhindert Doppeltreffer.
  • Verweilen: Wählt eine Taste, wenn Finger oder Zeiger lange genug darauf ruhen – ohne Drücken. Für Maus, Kopfmaus oder wenn das Antippen schwerfällt.
  • Schriftgrösse, Kontrast (auch Dunkel), Anordnung ABC oder QWERTZ, Tastenton, Anzahl Vorschläge.
  • Drucken: Eine Papiertafel zum Zeigen, falls kein Bildschirm zur Hand ist.
  • Eine angeschlossene Tastatur funktioniert ebenfalls: Buchstaben, Rücktaste, Leertaste, Enter = Sprechen.

Stimmen

Es werden nur Stimmen genutzt, die auf dem Gerät selbst rechnen – kein Satz verlässt das Gerät. Fehlt eine deutsche Stimme, lässt sie sich nachladen: iPad/iPhone: Einstellungen → Bedienungshilfen → Gesprochene Inhalte → Stimmen → Deutsch. Android: Einstellungen → System → Sprachen → Text-in-Sprache-Ausgabe. Windows: Einstellungen → Zeit und Sprache → Sprache → Deutsch → Sprachfunktionen.

Datenschutz

Diese Datei spricht mit keinem Server. Gelernte Wörter, Verlauf, eigene Sätze und Einstellungen liegen nur im Browser dieses Geräts (in den Einstellungen abschaltbar). Die Datei lässt sich speichern (Seite sichern unter …) und ohne Internet öffnen.

Grenzen

Die Tafel ersetzt keine logopädische Abklärung und keine individuell angepasste Kommunikationshilfe. Bei fortschreitenden Erkrankungen lohnt sich früh eine Beratung durch die Logopädie oder eine Fachstelle für Unterstützte Kommunikation (UK) – etwa wenn Zeigen und Tippen schwerer werden und eine Augensteuerung in Frage kommt.

Sprechhilfe · Physiotherapie Tschopp & Hilfiker, Glis · Version

Einstellungen

Tastatur und Anzeige
Berührung

Mindest-Druckdauer filtert Streifen und Zittern; Sperre verhindert Doppeltreffer; Verweilen wählt eine Taste, sobald Finger oder Zeiger lange genug darauf ruhen.

Fragen (zwei Felder)

Blinkmodus: Die beiden Felder leuchten abwechselnd; eine Berührung irgendwo (oder ein Taster) wählt das gerade leuchtende Feld. Nur nötig, wenn links und rechts nicht gezielt berührt werden können.

Sprechen

Eigene Sätze

Ein Satz pro Zeile. Namen, Gewohnheiten und Wünsche der Person hier eintragen – je persönlicher, desto weniger muss getippt werden.

Speicher

Alles bleibt auf diesem Gerät. Es gibt keinen Server und keine Übertragung.

Papier
A4 quer: Buchstaben, Ja/Nein, Zahlen – und auf Seite 2 die Sätze.

Sprechhilfe · Physiotherapie Tschopp & Hilfiker