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Hitze: Was Ihren Körper wirklich kühlt – Wissen

Wissen

Hitze: Was Ihren Körper wirklich kühlt

Kalte Getränke, Ventilator, nasse Haut, Fussbad: was die Studien zeigen, wie viel Sie trinken sollten, und wann Sie 144 wählen

Ratgeber · Stand September 2026 · Lesezeit ca. 20 Minuten · alle DOI einzeln geprüft

1. Worum es in diesem Text geht

Hitze ist in der Schweiz die Naturgefahr mit den meisten Todesfällen. Im Sommer 2025 starben 410 Menschen an den Folgen der Hitze, 84 Prozent davon waren über 75 Jahre alt [1]. Mehr als die Hälfte dieser Todesfälle fiel auf Tage, die nur mässig heiss waren, mit einer Tagesmitteltemperatur unter 25 Grad [1]. Solche Tage gibt es viele. Die Empfehlungen in diesem Text gelten deshalb ab der ersten warmen Woche und nicht erst, wenn MeteoSchweiz eine Hitzewarnung ausgibt.

Dieser Text beantwortet vier Fragen. Was macht Hitze mit dem Körper, und wer ist besonders gefährdet? Kühlen kalte Getränke, oder wärmen sie den Körper, wie es im Fernsehen zu hören war? Was kühlt nachweislich, und was nur scheinbar? Und wann müssen Sie handeln, statt abzuwarten?

2. Was Hitze mit Ihrem Körper macht

Ihr Körper erzeugt in Ruhe laufend Wärme, rund 80 bis 100 Watt, so viel wie eine alte Glühbirne [7]. Bei Anstrengung sind es 500 Watt und mehr. Diese Wärme muss den Körper verlassen, sonst steigt die Kerntemperatur. Solange die Luft kühler ist als die Haut, gibt die Haut Wärme direkt an die Luft ab. Ab etwa 35 Grad Lufttemperatur geht das nicht mehr. Dann bleibt nur ein Weg: Schweiss, der auf der Haut verdunstet. Ein Gramm verdunsteter Schweiss nimmt 2,43 Kilojoule Wärme mit [7]. Schweiss, der abtropft, kühlt gar nicht. Deshalb ist feuchte Hitze belastender als trockene: In feuchter Luft verdunstet weniger.

Mit dem Alter arbeitet dieses System schwächer. Ältere Menschen schwitzen pro Schweissdrüse weniger, ihre Hautgefässe weiten sich weniger, und ihr Herz pumpt weniger Blut in die Haut [4]. In einem Versuch sassen 20 junge und 39 ältere Erwachsene neun Stunden bei 40 Grad trockener Hitze [5]. Nach sechs Stunden lag die Kerntemperatur der älteren bei 37,9 Grad, die der jüngeren bei 37,6 Grad. Die älteren speicherten in den ersten drei Stunden 88 Kilojoule mehr Wärme. Dazu kommt ein schwächeres Durstgefühl, siehe Abschnitt 4.

Am stärksten gefährdet sind Menschen, die das Bett nicht verlassen können, die das Haus nicht täglich verlassen, die allein leben oder eine psychische Krankheit haben, sowie Menschen mit Herz-Kreislauf-Krankheiten [3]. In der Schweiz war das Sterberisiko an Tagen mit 33 Grad Höchsttemperatur um 21 Prozent höher als an Tagen mit angenehmer Temperatur, bei Menschen mit Demenz um 67 Prozent [2]. Geschützt waren in allen Untersuchungen Menschen, die täglich einige Stunden an einem kühlen Ort verbrachten und die Kontakt zu anderen hatten [3], [48]. Die erste Hitzewelle des Sommers ist die gefährlichste: In 43 amerikanischen Städten erhöhte sie die Sterblichkeit um rund 5 Prozent, spätere Hitzewellen um knapp 3 Prozent [6]. Der Körper hatte sich dann noch nicht angepasst, siehe Abschnitt 6.

3. Kalte Getränke: Kühlen sie, oder wärmen sie?

3.1 Was behauptet wird

Im Sommer 2026 war im Schweizer Fernsehen zu hören, zu starkes Kühlen schalte «die körpereigene Heizung» ein. Wer eiskalt trinke oder dusche, bringe sich noch mehr ins Schwitzen. Empfohlen wurden handwarme Getränke. Eine ältere Fassung derselben Idee lautet: Der Körper müsse Energie aufwenden, um ein kaltes Getränk auf 37 Grad zu erwärmen. Beide Aussagen klingen einleuchtend. Wir haben nach Studien gesucht, die sie stützen. Gefunden haben wir das Gegenteil.

3.2 Wie viel Wärme ein kaltes Getränk aufnimmt

Beginnen wir mit der Rechnung. Ein halber Liter Wasser aus dem Kühlschrank hat 4 Grad. Bis er Körpertemperatur hat, nimmt er 69 Kilojoule Wärme aus dem Körper auf. Diese Wärme ist weg. Sie entspricht der Ruhewärme von rund 13 Minuten oder der Kühlung durch 28 Gramm verdunsteten Schweiss. Gerechnet ist das mit den physikalischen Werten aus einer Übersichtsarbeit der Universität Sydney [7]. Der Körper muss diese Wärme also nicht «zusätzlich erzeugen». Er gibt sie an das Getränk ab. Genau das ist die Kühlung.

Die Rechnung zeigt auch die Grenze: 69 Kilojoule sind wenig. Verteilt auf einen Körper von 70 Kilogramm senken sie die mittlere Körpertemperatur um rund 0,3 Grad. Ein Getränk kühlt weniger, als es sich anfühlt.

3.3 Was der Magen mit dem Schweiss macht

Nun der Teil, aus dem die Behauptung entstanden ist. Im Magen und im Bauchraum sitzen Temperaturfühler. Trifft kaltes Wasser auf sie, drosselt der Körper innerhalb einer Minute das Schwitzen. Warmes Wasser mit 50 Grad steigert es. Das hat eine Forschungsgruppe in Ottawa an zwölf Männern gemessen [10]. Sie haben das Wasser auch nur im Mund gespült oder direkt per Sonde in den Magen gegeben. Nur der Magen reagierte, der Mund nicht. Die Wirkung hält 10 bis 15 Minuten an.

Weniger Schweiss heisst weniger Kühlung, aber nur dann, wenn dieser Schweiss verdunstet wäre. Dieselbe Gruppe hat neun Männer 75 Minuten lang bei 24 Grad mit Ventilator Velo fahren lassen und ihnen Wasser mit 1,5, 10, 37 oder 50 Grad gegeben [9]. Unter diesen Bedingungen verdunstet jeder Tropfen Schweiss. Beim kalten Wasser hob die Drosselung des Schwitzens die Kühlung durch das Getränk auf. Beim 50 Grad warmen Wasser schwitzten die Männer 575 statt 465 Gramm, und die Wärmebilanz war am günstigsten. Daraus entstand die Schlagzeile «Heisser Tee kühlt». In einem zweiten Versuch fuhren neun Männer bei 34 Grad trockener Luft mit Ventilator und bekamen Eisbrei [11]. Der Eisbrei nahm 200 Kilojoule auf, drosselte aber die Verdunstung um 381 Kilojoule. Unter dem Strich verlor der Körper 131 Kilojoule weniger Wärme als mit 37 Grad warmem Wasser.

Zwei Dinge fallen an diesen Studien auf. Erstens: Auch dort stieg die Körperkerntemperatur mit kaltem Wasser oder Eisbrei nie an. Die Forschenden haben eine ungünstigere Wärmebilanz gerechnet. Gemessen haben sie im Enddarm keinen Unterschied [9], [11]. Zweitens: Es waren Velofahrer, halbnackt, mit Wind im Gesicht, in trockener Luft, bei Anstrengung. So sieht ein heisser Tag zu Hause nicht aus. Die Forschungsgruppe selbst schreibt: Sobald Schweiss abtropft statt zu verdunsten, kühlt kaltes Trinken unter dem Strich [7]. Das gilt in feuchter Luft, in stehender Luft, unter Kleidung und bei hohen Schweissraten. Ein Versuch aus Singapur hat das bestätigt: Bei 35 Grad und 80 Prozent Luftfeuchte war die Kerntemperatur mit Eisbrei am Ende der Belastung um 0,5 Grad tiefer als mit warmem Wasser, bei trockener Luft um 0,3 Grad [12].

3.4 Was in Ruhe gemessen wurde

Für heisse Tage zählt, was in Ruhe passiert. Dazu gibt es Studien, alle mit kleinen Gruppen.

  • Sieben Männer sassen bei 35 Grad und assen in 30 Minuten rund 150 Gramm zerstossenes Eis [13]. Ihre Kerntemperatur sank um 0,55 Grad und fiel noch 20 Minuten nach dem Essen weiter. Mit 4 Grad kaltem Wasser sank sie um 0,11 Grad.
  • Acht Männer sassen bei 30 Grad und 80 Prozent Luftfeuchte [14]. Eisbrei senkte die Kerntemperatur und die Stirntemperatur. Wasser mit 4 Grad unterschied sich in dieser Studie nicht von Wasser mit 37 Grad.
  • Elf Erwachsene tranken in Ruhe innerhalb einer Stunde rund 1,8 Liter Wasser mit 4 Grad [15]. Die Temperatur im Magen-Darm-Trakt sank um 0,76 Grad.
  • Zwölf Erwachsene verbrachten drei Stunden bei 40 Grad und 40 Prozent Luftfeuchte mit leichter Tätigkeit, eine nachgestellte Hitzewelle [16]. Mit Wasser von 4 Grad stieg die Kerntemperatur um 0,76 Grad, mit Wasser von 20 Grad um 0,72 Grad. Ohne Wasser stieg sie um 1,05 Grad. Die Temperatur des Getränks spielte keine Rolle. Ob getrunken wurde, spielte eine Rolle.
  • Zehn junge Männer von 22 Jahren und zehn Männer von 60 Jahren wechselten bei 40 Grad trockener Hitze zwischen leichter Arbeit und Sitzen [17]. Mit Eisbrei speicherte der Körper der jungen 69 statt 216 Kilojoule Wärme, der Körper der älteren 90 statt 254 Kilojoule. Die Verdunstung von der Haut änderte sich nicht, gemessen in einer Kammer, die den gesamten Wärmeaustausch erfasst. Das ist die einzige Studie mit älteren Teilnehmern.
  • Bei zwölf Erwachsenen, die in Ruhe aufgeheizt wurden, änderte 1,5 Grad kaltes Wasser das bereits laufende Schwitzen nicht messbar [18].

Eine Zusammenfassung von 47 Studien mit 486 Teilnehmenden kommt zum selben Ergebnis: Kaltes Trinken senkt die Kerntemperatur um einen kleinen Betrag und das Schwitzen um einen kleinen Betrag [19]. Eine Studie, in der ein kaltes Getränk in Ruhe die Körpertemperatur erhöht hätte, haben wir keine gefunden. Die einzige Arbeit, die in diese Richtung weist, ist eine zweiseitige Notiz aus dem Jahr 1967 mit unbekannter Teilnehmerzahl. Keine spätere Studie hat sie bestätigt.

3.5 Muss der Körper das Getränk «aufheizen»?

Bleibt die Frage nach der «körpereigenen Heizung». Erzeugt der Körper nach einem kalten Getränk zusätzliche Wärme? Das wurde gemessen. Eine Berliner Gruppe fand 2003 nach einem halben Liter Wasser von 22 Grad einen Anstieg des Energieumsatzes um 30 Prozent [20]. Diese Zahl steht bis heute in vielen Ratgebern. Drei spätere Studien konnten sie nicht wiederholen. Nach einem halben Liter mit 3 Grad stieg der Umsatz um 4,5 Prozent für eine Stunde [21], in einer anderen Studie um 2,9 Prozent [22], in einer dritten mit Wasser von 22 Grad um 2,7 Prozent gegenüber 1,5 Prozent nach einem Scheingetränk, ohne gesicherten Unterschied [23]. Ein Anstieg um 4,5 Prozent für eine Stunde sind rund 12 bis 15 Kilojoule. Das Getränk hatte 69 Kilojoule aufgenommen. Die «Heizung» ersetzt also höchstens einen Fünftel der Kühlung. Der Rest kommt aus der Wärme, die der Körper ohnehin loswerden will. Ein Teil davon wird durch eine kurze Engstellung der Hautgefässe gedeckt [22]. Gemessen wurde das bei 22 Grad Raumtemperatur in Ruhe. Bei Hitze ist die Haut ohnehin weit gestellt.

3.6 Und heisser Tee?

Die Empfehlung, bei Hitze heiss zu trinken, stützt sich auf die Velostudie aus Abschnitt 3.3 [9]. In dieser und in der Nachfolgestudie wurden zusammen rund 20 junge Männer mit Getränken über Körpertemperatur untersucht, alle bei Anstrengung mit Ventilator [9], [10]. In einer britischen Studie mit zehn Personen bei trockener Hitze änderte ein 49 Grad heisses Getränk die Wärmeregulation nicht, ein 5 Grad kaltes schon [24]. Für Menschen in Ruhe an einem heissen Tag gibt es zu heissen Getränken keine Studie. Der Leiter der Sydney-Gruppe, aus deren Labor die Velostudie stammt, empfiehlt heisse Getränke an heissen Tagen selbst nicht.

3.7 Was daraus folgt

Trinken Sie bei Hitze so kalt oder so warm, wie es Ihnen schmeckt. Ein kaltes Getränk kühlt wenig, aber es wärmt nie. Es verbessert das Wohlbefinden, und in einer Studie mit Rennfahrern in Rennanzügen tranken die Teilnehmenden von kaltem Wasser deutlich mehr [25]. In der nachgestellten Hitzewelle tranken die Teilnehmenden vom kalten Wasser weniger [16]. Die Menge entscheidet, nicht die Temperatur. Wer sich mit kaltem Wasser leichter zum Trinken bringt, soll kalt trinken. Wer davon Bauchweh bekommt, soll lauwarm trinken. Wer bei grosser Hitze wirklich kühlen will, macht die Haut nass, siehe Abschnitt 5. Ein Viertelliter Wasser, der auf der Haut verdunstet, nimmt 607 Kilojoule mit. Getrunken sind es 39 Kilojoule [8].

4. Trinken: wie viel, und was

4.1 Wie viel

Die europäische Lebensmittelbehörde nennt für gemässigte Temperaturen 2,0 Liter Wasser pro Tag für Frauen und 2,5 Liter für Männer [26]. Rund ein Fünftel davon steckt in der Nahrung, vor allem in Obst und Gemüse. Als Getränke bleiben damit 1,6 bis 2 Liter. Das Bundesamt für Gesundheit nennt für Hitzetage mindestens 1,5 Liter Getränke pro Tag [38]. Bei Hitze steigt der Bedarf mit dem Schwitzen. Wer viel schwitzt, braucht mehr.

Das Durstgefühl lässt mit dem Alter nach. Sieben gesunde Männer zwischen 67 und 75 Jahren und sieben junge Männer bekamen 24 Stunden nichts zu trinken [27]. Das Blut der älteren war danach stärker eingedickt. Trotzdem hatten sie weniger Durst und tranken weniger. In britischen Pflegeheimen war ein Fünftel der 188 untersuchten Bewohnerinnen und Bewohner ausgetrocknet, und Durst hatte mit dem Wassermangel nichts zu tun [28]. Wer über 65 ist, trinkt deshalb besser nach der Uhr als nach dem Durst: ein Glas pro Stunde tagsüber, das Glas sichtbar auf dem Tisch [50]. Die Farbe des Urins hilft bei jüngeren Menschen: Hell wie Stroh ist gut, dunkel wie Apfelsaft heisst zu wenig getrunken [30]. Bei älteren Menschen ist dieses Zeichen unzuverlässig [29].

4.2 Was

Wasser, Tee, verdünnter Saft und Kaffee zählen alle. Die Angst, Kaffee entwässere, ist widerlegt. 50 Männer tranken drei Tage lang viermal täglich zwei Deziliter Kaffee, an anderen Tagen dieselbe Menge Wasser [31]. Die Urinmenge war gleich: 2,4 Liter pro Tag in beiden Fällen. In einem Vergleich von 13 Getränken hielt der Körper Milch und Rehydrationslösung besser zurück als Wasser [32]. Kaffee, Tee, Cola und Bier mit 4 Prozent Alkohol wirkten wie Wasser.

Alkohol entwässert weniger, als viele denken, aber er bleibt bei Hitze unklug. Bei 20 Männern zwischen 65 und 75 Jahren erhöhten Wein und Schnaps die Urinmenge über vier Stunden leicht, Bier gar nicht; über 24 Stunden gab es keinen Unterschied [33]. Ob Alkohol die Wärmeregulation stört, ist nur an 93 jungen Männern untersucht, und dort tat er es nicht [34]. Für ältere Menschen gibt es keine Daten. Alkohol macht schläfrig, verschlechtert den Schlaf, erhöht das Sturzrisiko und verträgt sich schlecht mit vielen Medikamenten. Deshalb: wenig, und zu jedem Glas ein Glas Wasser.

4.3 Zu viel Wasser gibt es auch

Wer über Stunden grosse Mengen reines Wasser trinkt, verdünnt das Salz im Blut. Zu wenig Natrium im Blut (Hyponatriämie) macht Übelkeit, Kopfschmerzen und Verwirrtheit und kann lebensgefährlich werden. In Schweden stiegen die Spitaleintritte wegen zu tiefem Natrium ab einer Tagesmitteltemperatur von rund 15 Grad an [35]. Bei 25 Grad waren sie siebenmal so häufig wie an kühlen Tagen. Bei Menschen über 80 waren es an solchen Tagen 35 Eintritte pro Million Menschen und Tag, 15-mal so viele wie an kühlen Tagen. In der Notfallaufnahme des Genfer Universitätsspitals hatten im Sommer 13 von 1'000 Patientinnen und Patienten einen stark erniedrigten Natriumwert, im Winter 5 von 1'000 [36]. Wer ein Thiaziddiuretikum nahm, ein häufiges Blutdruckmittel, war besonders oft betroffen.

Die Regel lautet deshalb: regelmässig trinken, aber nicht literweise auf Vorrat. Bei langer Anstrengung nach dem Durst trinken, so empfiehlt es die Fachkonferenz zu dieser Störung bei Sportlerinnen und Sportlern [37]. Das Salz aus dem Schweiss ersetzen Sie über das Essen: eine Suppe, Brot mit Käse, gesalzenes Gemüse. Salztabletten und Elektrolytgetränke braucht, wer stundenlang stark schwitzt. Wer eine Herzschwäche oder eine Nierenkrankheit hat und eine Trinkmenge vorgeschrieben bekam, bespricht die Menge für Hitzetage mit der Ärztin oder dem Arzt [38].

5. Den Körper kühlen: was wirkt

Die folgenden Zahlen stammen aus Klimakammern, in denen ältere Menschen drei bis acht Stunden bei Hitze verbrachten. Untersucht wurde meist die Belastung des Herzens, gemessen als Produkt aus Puls und Blutdruck, und die Kerntemperatur. Keine dieser Studien hat Todesfälle als Ergebnis. Was über Tage wirkt, wissen wir aus den Untersuchungen nach den Hitzewellen von Chicago 1995 und Europa 2003 [3], [48]. Eine Übersicht in der Zeitschrift The Lancet nennt nasse Haut und Ventilator als die Massnahmen, die mit wenig Strom am meisten bringen, und Klimaanlagen als nötig für die am stärksten gefährdeten Menschen [51].

5.1 Nasse Haut: die wirksamste Massnahme

Wasser auf der Haut kühlt, weil es verdunstet, genau wie Schweiss. 58 Menschen um die 70, davon 27 mit einer Herzkranzgefässkrankheit, verbrachten je drei Stunden bei 38 Grad und 60 Prozent Luftfeuchte und bei 45 Grad trockener Hitze [39]. Wer die Haut regelmässig mit Wasser befeuchtete, hatte in beiden Klimas eine tiefere Herzbelastung. Bei neun Menschen um 68 Jahre senkte ein mit einem halben Liter Wasser getränktes T-Shirt bei 42 Grad den Anstieg der Kerntemperatur, den Puls und den Schweissverlust [40]. Bei 23 Menschen zwischen 66 und 84 Jahren stieg die Kerntemperatur bei 47 Grad trockener Hitze mit Wassersprühen um 0,24 Grad weniger als ohne [41]. Nasse Haut ist die einzige Massnahme, die älteren Menschen in jeder untersuchten Hitze geholfen hat. Sie kostet nichts: ein nasses Tuch auf Nacken und Unterarme, ein Sprühfläschchen, ein feuchtes T-Shirt, eine lauwarme Dusche ohne Abtrocknen.

5.2 Ventilator: bis zu welcher Temperatur

Ein Ventilator kühlt, solange die Luft kühler ist als die Haut und solange Schweiss da ist, den er verdunsten lässt. Ist die Luft heisser als die Haut, bläst er wie ein Föhn. Wo die Grenze liegt, ist umstritten. Eine Modellrechnung aus Sydney nennt 39 Grad für gesunde junge Erwachsene, 38 Grad für gesunde Menschen über 65 und 37 Grad für ältere Menschen mit Medikamenten, die das Schwitzen dämpfen [42]. Eine Forschungsgruppe aus Ottawa hält 35 Grad für die sichere Grenze, weil ein Ventilator oberhalb davon die Kerntemperatur kaum noch senkt [45]. Die Weltgesundheitsorganisation nennt 40 Grad [50].

Oberhalb dieser Grenzen schadet der Ventilator. Neun Menschen um 68 Jahre sassen bei 42 Grad mit und ohne Ventilator [43]. Mit Ventilator waren Puls und Kerntemperatur höher. Bei 45 Grad trockener Hitze musste der Ventilator-Arm der Studie mit den 58 Herzpatientinnen und -patienten aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden [39]. Bei 47 Grad stieg die Kerntemperatur mit Ventilator um 0,6 Grad mehr als ohne, der Puls um 15 Schläge [41]. Unterhalb der Grenzen hilft er wenig, aber er schadet nicht: 18 Menschen um 72 Jahre verbrachten acht Stunden bei 36 Grad und 45 Prozent Luftfeuchte [44]. Die Kerntemperatur erreichte mit und ohne Ventilator 38,3 Grad. Der Puls war mit Ventilator um 4 Schläge tiefer, und die Teilnehmenden fühlten sich wohler. Ein Ventilator auf nasser Haut ist in feuchter Hitze besser als beides allein [39]. In trockener Hitze hebt der Ventilator den Nutzen des nassen T-Shirts wieder auf [40]. Und ein Ventilator bei Flüssigkeitsmangel erhöht den Puls, statt ihn zu senken [46]. Für Schweizer Wohnungen heisst das: Bei 30 bis 35 Grad Raumtemperatur ist der Ventilator sinnvoll, vor allem auf nasse Haut und mit einem Glas Wasser daneben. Bei Raumtemperaturen über 37 Grad schalten Sie ihn aus.

5.3 Fussbad, Dusche, Nackentuch

Ein kühles Fussbad fühlt sich gut an. Die Kerntemperatur senkt es über einen langen Tag aber nicht messbar. 17 Menschen um 72 Jahre verbrachten sechs Stunden bei 38 Grad [47]. Wer die Füsse 40 Minuten pro Stunde in 20 Grad kühles Wasser stellte, hatte am Ende dieselbe Kerntemperatur wie ohne Fussbad, einen um 4 Schläge tieferen Puls und weniger Schweissverlust. Ein nasses Tuch um den Nacken dazu änderte nichts. Als Ergänzung ist das Fussbad in Ordnung. Als einzige Massnahme reicht es nicht. Zu kühlen Duschen gibt es keine Studie mit älteren Menschen. Nach der Hitzewelle 2003 hatten Menschen, die zusätzlich duschten oder badeten, ein tieferes Sterberisiko, ohne dass die Zahl statistisch gesichert war [3]. Eine lauwarme Dusche ist physikalisch dasselbe wie nasse Haut. Wer sich danach nicht abtrocknet, kühlt länger.

5.4 Die Wohnung kühl halten, einen kühlen Ort aufsuchen

Der stärkste Schutz in allen Untersuchungen nach Hitzewellen war ein kühler Ort: eine gekühlte Wohnung oder täglich einige Stunden in einem gekühlten Gebäude [3], [48]. Das gilt auch, wer keine Klimaanlage hat. Ein Einkaufszentrum, eine Kirche, eine Bibliothek, ein Keller oder ein Wald am Vormittag sind kühle Orte. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt zwei bis drei Stunden pro Tag an einem kühlen Ort, wenn die Wohnung heiss bleibt [50].

In der Wohnung gilt: tagsüber Fenster zu und von aussen beschatten, mit Läden oder Storen. Nachts und frühmorgens lüften, sobald es draussen kühler ist als drinnen [38], [50]. Schalten Sie Geräte aus, die Wärme erzeugen. Schlafen Sie im kühlsten Raum, auch wenn das das Wohnzimmer ist. Hitze in der Nacht raubt Schlaf: Aus Armbanddaten von 47'000 Menschen in 68 Ländern geht hervor, dass Nächte mit über 30 Grad den Schlaf um durchschnittlich 14 Minuten verkürzen, vor allem durch späteres Einschlafen und stärker bei älteren Menschen [49]. Ein Thermometer im Schlafzimmer zeigt, ob das Lüften wirkt.

6. Bewegung und Sport bei Hitze

Bewegung bleibt bei Hitze richtig, mit drei Anpassungen. Erstens die Tageszeit: Das Bundesamt für Gesundheit rät, anstrengende Tätigkeiten zwischen 11 und 17 Uhr zu meiden [38]. Früher Morgen und später Abend sind die Zeiten für Spaziergang, Training und Gartenarbeit. Zweitens die Intensität: Bei gleicher Anstrengung erzeugt der Körper dieselbe Wärme, kann sie aber schlechter abgeben. Gehen Sie langsamer, machen Sie längere Pausen im Schatten, und kürzen Sie die Einheit. Die amerikanische Sportmedizin rät bei einer Feuchtkugeltemperatur über 28 Grad nicht angepassten Personen von Sport ab; dieses Mass fasst Lufttemperatur, Feuchte und Sonne zusammen [52]. Drittens das Trinken: vor der Bewegung ein grosses Glas, während einer Stunde Bewegung ein halber Liter, danach nach dem Durst.

Der Körper passt sich an Hitze an. Nach ein bis zwei Wochen mit täglicher Wärmebelastung beginnt er früher zu schwitzen, das Blutvolumen steigt, und Puls und Kerntemperatur bleiben bei gleicher Belastung tiefer [52], [53]. Die grösste Anpassung kommt nach mehr als 14 Tagen. Auch ältere Menschen passen sich an. Vor dem Sommer speicherten Menschen zwischen 55 und 72 Jahren in einem dreistündigen Hitzetest 222 Kilojoule mehr Wärme als junge; nach dem Sommer war dieser Unterschied verschwunden [54]. Deshalb lohnt es sich, im Frühsommer täglich eine halbe Stunde in der Wärme zu gehen, statt die ersten heissen Tage ganz drinnen zu verbringen. Die erste Hitzewelle trifft den nicht angepassten Körper am härtesten [6].

Zur Kleidung: Locker und luftig zählt mehr als die Farbe. Schwarze Beduinengewänder nahmen in der Wüste an der Oberfläche mehr Sonnenwärme auf als weisse, gaben aber gleich viel an den Körper weiter, weil die lockere Kleidung einen Luftzug erzeugte [55]. Ein enges schwarzes Shirt in der Sonne ist trotzdem wärmer als ein weites helles. Ein Hut schützt den Kopf. Sonnencrème behindert die Kühlung nicht: Bei neun jungen Erwachsenen änderten zwei Sonnencrèmes weder das Schwitzen noch die Temperaturgrenze, bei der die Kerntemperatur zu steigen begann [56]. Ein Sonnenbrand dagegen stört das Schwitzen.

7. Medikamente und Krankheiten, die Hitze schlechter vertragen

Viele Medikamente greifen in die Wärmeregulation ein [57]. Entwässerungsmittel (Diuretika) und Blutdrucksenker aus der Gruppe der ACE-Hemmer und Sartane erhöhen den Wasserverlust. Mittel gegen Blasenschwäche, ältere Antidepressiva, manche Antihistaminika und Neuroleptika dämpfen das Schwitzen. Betablocker senken die Durchblutung der Haut. Schmerzmittel aus der Gruppe der NSAR, etwa Ibuprofen, belasten zusammen mit Entwässerungsmitteln die Nieren. Bei 353 meist jungen Teilnehmenden in 35 Studien lag die Kerntemperatur in der Hitze mit stark anticholinergen Mitteln um 0,42 Grad höher als ohne [59]. Bei amerikanischen Versicherten über 65 mit chronischen Krankheiten erhöhten Hitzewellen die Spitaleintritte wegen Hitze um 21 bis 33 Prozent; wer Entwässerungsmittel, Neuroleptika oder anticholinerge Mittel nahm, hatte den ganzen Sommer über ein höheres Risiko [58]. Setzen Sie kein Medikament selbst ab. Fragen Sie vor dem Sommer in der Arztpraxis oder Apotheke, ob eine Dosis für Hitzetage angepasst werden soll [38].

Einige Krankheiten reagieren auf Hitze besonders. Bei Multipler Sklerose verschlechtern sich bei 60 bis 80 Prozent der Betroffenen die Symptome vorübergehend, sobald die Kerntemperatur um 0,2 bis 0,5 Grad steigt (Uhthoff-Phänomen); mit Abkühlung geht das zurück [60]. Von 247 Menschen mit Parkinson gaben 79 Prozent an, seit der Diagnose hitzeempfindlicher zu sein [61]. Bei Herz-Kreislauf-Krankheiten steigt die Sterblichkeit pro Grad Hitze um rund 2 Prozent und in Hitzewellen um rund 12 Prozent [62]. Menschen mit Diabetes schwitzen bei Nervenschäden weniger, Menschen mit Nierenkrankheit vertragen Wasserverlust schlechter, und bei Demenz fehlt oft das Durstgefühl und das Wissen, was zu tun ist [4]. Wer eine dieser Krankheiten hat oder jemanden mit einer dieser Krankheiten betreut, plant Hitzetage im Voraus.

8. Warnzeichen: wann Sie handeln müssen

Bei älteren Menschen zeigt sich Hitze selten als Hitzschlag und häufiger als Austrocknung, Nierenschwäche, Verwirrtheit oder Harnwegsinfekt. In amerikanischen Spitaldaten von rund 24 Millionen Menschen über 65 stiegen an Hitzetagen die Eintritte wegen Hitzschlag auf das Zweieinhalbfache, wegen Flüssigkeits- und Salzstörungen um 18 Prozent und wegen Nierenversagen um 14 Prozent [65]. Achten Sie bei sich und bei anderen auf diese Zeichen [38], [63]:

  • Schwäche, Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen
  • Muskelkrämpfe, trockener Mund, Übelkeit, Erbrechen
  • Verwirrtheit, Benommenheit, ungewohntes Verhalten
  • schneller Puls, heisse Haut

Bei Schwäche, Schwindel, Krämpfen oder Übelkeit (Hitzeerschöpfung): Gehen Sie an einen kühlen Ort, legen Sie sich hin, machen Sie die Haut nass, trinken Sie in kleinen Schlucken. Bessert sich das innerhalb von 30 Minuten nicht, rufen Sie die Arztpraxis oder 144 an [38].

Bei Verwirrtheit, Benommenheit, Bewusstlosigkeit oder Krampfanfall (Hitzschlag): Rufen Sie sofort 144. Ein Hitzschlag ist ein Notfall, bei dem die Kerntemperatur über 40 Grad liegt und das Gehirn versagt [63]. Wie lange die Temperatur so hoch bleibt, entscheidet über bleibende Schäden. Kühlen Sie deshalb schon, bevor die Ambulanz da ist: Kleidung öffnen, den ganzen Körper mit Wasser übergiessen und Luft zufächeln, Eispackungen an Hals, Achseln und Leisten. Wo ein Bad, ein Brunnen oder eine Wanne da ist, ist Untertauchen bis zum Hals das Schnellste [64]. Fiebermittel helfen nicht. Einer bewusstlosen Person geben Sie nichts zu trinken.

9. Was Sie wissen sollten

  • Hitze fordert in der Schweiz jedes Jahr Hunderte Todesfälle, mehr als die Hälfte an nur mässig heissen Tagen [1]. Am gefährdetsten sind Menschen über 75, die allein leben, bettlägerig sind oder Herz-Kreislauf-Krankheiten haben [3].
  • Kalte Getränke kühlen wenig und wärmen nie. Ein halber Liter mit 4 Grad nimmt 69 Kilojoule auf, so viel wie 13 Minuten Ruhewärme [7]. Der Magen drosselt das Schwitzen für einige Minuten [10]. Das hob die Kühlung nur bei Velofahrern in trockenem Wind auf, und auch dort stieg die Kerntemperatur nicht [9], [11]. In Ruhe sank sie in allen Studien oder blieb gleich [13], [16], [17].
  • Der Körper «heizt» ein kaltes Getränk kaum nach. Der Umsatz steigt um 3 bis 5 Prozent für eine Stunde, das deckt höchstens einen Fünftel der aufgenommenen Wärme [21], [22].
  • Heisse Getränke kühlen nur im Velolabor mit Ventilator und trockener Luft [9]. Für Menschen in Ruhe gibt es dazu keine Studie.
  • Trinken Sie 1,5 bis 2 Liter am Tag, bei Hitze mehr, ab 65 nach der Uhr statt nach dem Durst [27], [38]. Kaffee und Tee zählen [31]. Literweise reines Wasser auf Vorrat schadet [35].
  • Nasse Haut ist die wirksamste Kühlung und half älteren Menschen in jeder untersuchten Hitze [39], [41].
  • Ventilator bis etwa 37 Grad Raumtemperatur, am besten auf nasse Haut [42]. Darüber schadet er [43], [41].
  • Ein kühler Ort für einige Stunden am Tag ist der stärkste Schutz [3]. Tagsüber beschatten, nachts lüften [38].
  • Bewegung früh am Morgen oder am Abend, langsamer und kürzer [38], [52]. Der Körper passt sich in ein bis zwei Wochen an, auch im Alter [54].
  • Medikamente vor dem Sommer besprechen, nie selbst absetzen [57].
  • Verwirrtheit oder Bewusstlosigkeit in der Hitze: sofort 144 und sofort kühlen [63], [64].

Literatur

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[1] Luyten A, Röösli M, Ragettli MS. Monitoring hitzebedingte Todesfälle: Sommer 2025. Bericht des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts im Auftrag von BAFU und BAG. Basel; 2026. bafu.admin.ch (PDF)

[2] Ragettli MS, Flückiger B, Vienneau D, et al. Vulnerability to heat-related mortality and the effect of prevention measures: a time-stratified case-crossover study in Switzerland. Swiss Medical Weekly. 2024;154:3410. https://doi.org/10.57187/s.3418

[3] Bouchama A, Dehbi M, Mohamed G, Matthies F, Shoukri M, Menne B. Prognostic factors in heat wave-related deaths: a meta-analysis. Archives of Internal Medicine. 2007;167(20):2170–2176. https://doi.org/10.1001/archinte.167.20.ira70009

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Transparenz

  • Autorschaft: Roger Hilfiker
  • KI-Unterstützung: Literaturrecherche und Textentwurf entstanden mit Claude (Anthropic). Roger Hilfiker hat alle Aussagen, Zahlen und Quellen geprüft und den Text überarbeitet.
  • Erstellt: 26. September 2026
  • Zuletzt aktualisiert: 26. September 2026
  • Quellen: die 65 Arbeiten im Literaturverzeichnis. Alle DOI wurden gegen das Crossref-Register geprüft.
  • Wie die Quellen gesucht wurden: Abfragen der Datenbanken Europe PMC und Crossref sowie der Verlagsseiten im September 2026 zu Getränketemperatur und Wärmehaushalt, Ventilatoren, Hautbefeuchtung, Fussbädern, Trinkmenge, Natriummangel, Medikamenten und Hitzesterblichkeit, ergänzt um die Berichte des Bundes zu hitzebedingten Todesfällen. Wo dieser Text sagt, dass zu einer Frage keine Studie vorliegt, bezieht sich das auf diese Suche.
  • Anlass: ein Beitrag von SRF Wissen vom 4. September 2026, in dem ein Fachmann der Berner Fachhochschule vor kalten Getränken bei Hitze warnte. Dieser Text prüft die Behauptung an den Studien.
  • Interessenbindung: Unsere Praxis verdient an diesem Thema nichts. Wir verkaufen weder Getränke noch Ventilatoren noch Kühlprodukte und bieten keine Behandlung von Hitzeerkrankungen an.
  • Finanzierung: Physiotherapie Tschopp & Hilfiker, 3902 Glis. Der Beitrag entstand aus eigenen Mitteln der Praxis.
  • Nächste Überprüfung: 1. Mai 2027, vor dem nächsten Sommer.

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